Pressestimmen

„Näher kann man Langs eigener Version nicht mehr kommen“.
zitiert aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung (29.4.2010): Ihr kennt die deutsche Seele nicht, Herr Etzel

 

„Die neue deutsche Version präsentierte sich das Publikum in der ausverkauften Oper am Dienstag in hervorragender Bildqualität und originalgetreu in orangefarbener Färbung.“
zitiert aus: stern.de (28.4.2010): Mit Overacting gegen den Drachen 

 

„Man erwartete viel, und man bekam viel: Der erste Teil, "Siegfried", dauerte zweieinhalb Stunden, der zweite, "Kriemhilds Rache", noch einmal zwei, dazwischen eine Pause von Bayreuther Festspiel-Länge, nämlich eine Stunde, macht samt kurzer Rede zu Beginn und Applaus genau sechs Stunden - aber das Ergebnis lohnte jede Minute.“
zitiert aus: Berliner Zeitung (29.4.2010):  Ihr kennt die deutsche Seele nicht. Fritz Langs Stummfilmklassiker "Die Nibelungen" wurde zum zweiten Mal uraufgeführt

 

"Hollywood jedenfalls hat bis heute kaum bessere Filmmusiken hervorgebracht, wie man überhaupt an Fritz Langs "Nibelungen" die Beobachtung wiederholen kann, dass sich in den Künsten die Möglichkeiten einer Gattung meist schon bei ihren Anfängen sieghaft erfüllen lassen."
zitiert aus: Süddeutsche Zeitung (29.04.2010), Gustav Seibt

 

„Der erste Teil: "Siegfried" ist vor allem Fantasy-Genre, gegen das der "Herr der Ringe" alt aussieht: mit reiner Liebe, einem Held, der wie Supermann überall Erfolg hat, Monster besiegt und nur durch Verrat zur Strecke gebracht werden kann. Der zweite Teil "Kriemhilds Rache" ist dann ein durch und durch erwachsener Film, ein Rachedrama und blutrünstiger Gothic-Horror.“
zitiert aus: Deutschlandfunk: Sie kämpfen wieder / Fritz Langs Stummfilmklassiker "Die Nibelungen" wurde rekonstruiert (Rüdiger Suchsland)

 

„So ist der ganze Film: einerseits Masse, Wirbel, Effekt; andererseits Verdichtung und Drama. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte D.W. Griffith in Amerika den Monumentalfilm mit Großbauten und Statistenheeren, Urban Gad mit Asta Nielsen in Dänemark das Seelenkammerspiel auf engstem Raum zur ästhetischen Reife gebracht. Lang, der große Synthetiker der Form, wollte beides. Was er nicht wollte, war Wagner. Alles Mystische und Weihevolle fehlt in den "Nibelungen", trotz des markigen Vorspruchs "Dem deutschen Volke zu eigen". Was dann folgt, ist kein patriotisches Festspiel, sondern Ritter- und Abenteuerkino auf dem neuesten technischen Stand der Inflationszeit.“
zitiert aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung (29.4.2010): Ihr kennt die deutsche Seele nicht, Herr Etzel

 

„Sie sind orange geworden, die Nibelungen. Ein warmes, dunkles, angenehmes Orange. Es ist die Originaleinfärbung, die bei der Restaurierung von Fritz Langs Monumentalwerk von 1924 wiederhergestellt worden ist. Keine harten Kontraste mehr, kein expressionistisches SchwarzWeiß. Für die Augen ist das, bei der über fünfstündigen Wiederaufführung mit Orchesterbegleitung in der Deutschen Oper Berlin, ausgesprochen angenehm.
zitiert aus: Der Tagesspiegel (29.4.2010) Gemetzel bei Etzel (29.4.2010)

 

„Dass ihm die Form, die Ausstattung wichtiger waren als der Inhalt, kann man Fritz Lang immer zum Vorwurf machen, bei den „Nibelungen“ wie bei „Metropolis“. Für das Kino als visuelle Kunst hätte es anders nicht sein dürfen.“
zitiert aus: Der Tagesspiegel (29.4.2010) Gemetzel bei Etzel (29.4.2010)

 

„Jede filmische Realisierung auf der Basis von Wagners Partitur wäre der Beginn einer Konfrontation mit unglücklichem Ausgang gewesen. Mit der Komposition von Gottfried Huppertz, die in Berlin vom Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Leitung Frank Strobels in faszinierend-luxurierender Transparenz interpretiert wurde, funktioniert es perfekt. Zum einen, weil die Musik als Filmmusik gut komponiert ist. Andererseits, weil sie besonders gut zu dem passt, was wir auf der Leinwand sehen.“

zitiert aus: Frankfurter Rundschau (29.4.2010) Von deutscher Seele (Jürgen Otten)

 

"..eine mit Wagnerscher Leitmotivik spielende, dem romantischen Musikverständnis verpflichtete Dramaturgiemusik, die sich überwiegend in den Dienst der Bilder stellt..

Diese von Huppertz kreierte „Reiz/Reaktion“ bereitete der modernen Filmmusik den Weg, der später von Korngold über Waxman bis zu John Williams alle folgten.

Die erneut von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ermöglichte audiovisuelle Restaurierung eines Stummfilmklassikers mag augenblicklich zwar noch ein wenig im Schatten der diesjährigen Premiere von „Metropolis“ stehen – doch der Schatz der Nibelungen, der hier gehoben wurde, strahlt gleichberechtigt für die Ewigkeit."

zitiert aus: Filmdienst (11/2010) Ein wahrer Schatz. Fritz Langs „Die Nibelungen“ in neuem Glanz

(Jörg Gerle)